Hinter jeder Zahl steht ein Mensch – der Tag der Arbeitslosen 2026
Der Tag der Arbeitslosen erinnert jedes Jahr daran, dass hinter Zahlen immer Menschen stehen – mit Lebensgeschichten, Hoffnungen aber auch großen Unsicherheiten.

Anstieg an gemeldeten Personen
Mit einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent liegt Salzburg zwar weiterhin unter dem österreichischen Durchschnitt, Meldungen der Arbeitslosigkeit beim AMS Salzburg sind aber dennoch im Steigen begriffen.
Besonders bei einer Gruppe an gemeldeten Arbeitssuchenden ist dieser Anstieg deutlich:
Bei den sogenannten Langzeitbeschäftigungslosen, das sind Menschen, die seit mehr als einem Jahr ohne Arbeit sind, ist der Anteil mit Ende März 2026 auf 2.459 Personen gestiegen. Das bedeutet einen deutlichen Anstieg von rund 18,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Hürden – die Hilfe
Und genau dieser Anstieg zeigt, wie relevant das Thema ist:
Langzeitbeschäftigungslosigkeit ist immer mit zusätzlichen Hürden verbunden und beschränkt sich schon lange nicht mehr auf die Arbeitssuche alleine: Viele Betroffene kämpfen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder anderen Vermittlungshemmnissen, die den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erschweren. Dazu kommt, dass sich für Menschen, die einmal so lange Zeit aus dem (Arbeits-) System ausgeschieden sind, oft schon einfachste, alltägliche Anforderungen als große Herausforderung darstellen.
Die Rückkehr in den Arbeitsmarkt gestaltet sich aus genannten Gründen als schwierig. In dieser, für Betroffene herausfordernden Situation, ist es unumgänglich, langzeitarbeitslosen Menschen Unterstützung zu bieten.
Und genau das geschieht in unseren Beratungseinrichtungen (BBE) und Sozialökonomischen Betrieben (SÖB):
Hier werden Menschen informiert, stabilisiert, Problemlagen erkannt und versucht, diese gemeinsam zu lösen. Denn erst wenn grundlegende Fragestellungen beantwortet sind, ist es Menschen möglich, sich mit Energie und Zuversicht den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu stellen.
Kein regionales Problem
Langzeitbeschäftigungslosigkeit ist aber nicht nur in Salzburg eine wachsende soziale Herausforderung, sondern findet sich in allen Bundesländern. Das zeigt, dass es sich bei diesem Thema nicht um ein regionales, sondern um ein strukturelles Problem handelt:
Daher ist es Auftrag der Politik, gezielt gegenzusteuern und Programme zur Qualifizierung aber auch individuelle Unterstützung zu fördern. Nur so kann es gelingen, langzeitarbeitslosen Menschen wieder Perspektiven zu eröffnen und sie dann nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Warum das so wichtig ist
„Arbeit bedeutet so viel mehr als nur Einkommen: Sie schafft Teilhabe, Stabilität und gibt den Menschen Würde. Gleichzeitig tragen arbeitende Menschen zum funktionieren unserer Gesellschaft und zum Erhalt unseres Sozialsystems bei.“ sagt Peter Ruhmannseder, GF arbeit plus Salzburg
Nehmen wir also den Tag der Arbeitslosen zum Anlass, um uns genau dieser Thematik bewusst zu werden und die Politik auf ein Neues und immer wieder dazu aufzufordern, diese Gruppe von Menschen nicht weiter zu stigmatisieren sondern ihr die nötige Unterstützung zukommen zu lassen.
Beratungseinrichtungen und Sozialökonomische Betriebe im Netzwerk von arbeit plus Salzburg leisten genau diese wertvolle Unterstützung!

