arbeit plus Mitarbeiter*innentagung 2022: Gärtner*innen im Garten der Resilienz

Do, 3. und Fr, 4. März 2022
Parkhotel Brunauer, Salzburg

In der diesjährigen arbeit plus Tagung, die sich an Fachschlüsselkräfte, Beraterinnen, Personalentwicklerinnen, Projektleitungen und Geschäftsführungen Sozialer Unternehmen richtet, wollen wir uns dem – partizipativ ausgewählten – Thema Arbeit mit Menschen mit gesundheitlichen/psychischen Einschränkungen widmen und uns durch professionelle Inputs und Austausch mit Kolleg*innen intensiv mit den einhergehenden Herausforderungen aber auch good practices befassen.

Programm

(Änderungen vorbehalten, Stand 1.2.22)

Do, 3. März 2022

12:00 Ankommen und gemeinsames Mittagessen

13:00 Begrüßung durch arbeit plus Geschäftsführerin Sabine Rehbichler und
arbeit plus Vorstandsvorsitzende Manuela Vollmann

13:30 Spots in Movement

13:45 Keynote 1: Reinhold Fartacek – Psychische Erkrankungen nehmen stark zu. Ja wirklich? (Arbeitstitel)

14:30 Keynote 2: Luise Ogrisek – Humus für die Seele – Wege zu einem gestärkten Selbst

15:30 Pause

15:45 Workshops

17:00 Plenum

18:00 gemeinsames Abendessen und Konzert

Fr, 4. März 2022

9:00 Im Garten der Stärken und Widerstände – Ein Soziodramatisches Rollenspiel

11:00 Fishbowl

11:45 Abschluss

12:00 gemeinsames Mittagessen

Anmeldung

bis spätestens 24.2.2022 hier
es gilt die 2G Covid-Regelung, wir ersuchen allerdings zu unser aller Sicherheit um PCR Testung vorab.

Kosten

der Tagungsteilnahme (3. und 4. März 2022):

€ 200,- für arbeit plus Mitglieder

€250,- für Nicht-Mitglieder

15 Punkte für eine erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik und eine Auszeichnung

Am 24.11.21 war arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich mit anderen österreichischen Organisationen der Zivilgesellschaft bei Martin Kocher, Bundesminister für Arbeit, zum Reformdialog zur Arbeitslosenversicherung Neu geladen.

Espresso Cooperativo – ein Abend zur Organisationsform der Genossenschaft

Wo liegen die Perspektiven für Genossenschaften in der Zukunft und was macht eine „Genossenschaft 2.0“ aus? Welche Werte stehen dahinter und welche Möglichkeiten bieten Genossenschaftsgründungen in verschiedenen Sektoren der Wirtschaft und im Non-Profit-Bereich? Und nicht zuletzt: Was tragen Genossenschaften dazu bei, nicht nur Arbeit, sondern unser gesamtes Wirtschaftssystem in Zukunft neu zu gestalten? Diese und andere Fragen stellen sich uns wiederholt in unserem genossenschaftlichen Alltag – Zeit für einige Gedanken und Reflexionen. Mehr dazu hier.

Die Finanzmärkte und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft

Hohe Arbeitslosigkeit, enorme Umsatzeinbußen in vielen Branchen und große Unruhen an den Börsen: Die aktuelle Krise um Covid-19 führt uns vor Augen, wie rasch unsere Wirtschaft ins Wanken gerät. Eine zentrale Rolle für diese Krisenanfälligkeit ist dabei im gegenwärtigen Geldsystem und in den Finanzmärkten als wesentliche Bausteine unserer
Wirtschaftsordnung zu sehen.
Vortrag und Diskussion mit Prof.in (FH) Elisabeth Springer, in Kooperation mit der Akademie für Gemeinwohl, dem Bildungszentrum St. Virgil und der GWÖ-Regionalgruppe Salzburg sowie mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.

Mehr dazu hier.

Das Geldsystem (um)gestalten!

Vortrag und Diskussion mit Günter Grzega

Wie das Geldsystem in unserer Wirtschaft funktioniert und welche Regeln die Finanzindustrie benötigt.

Die Finanzmärkte sind aufgrund unzureichender Regulierung und zahnloser Sanktionen nach wie vor eine Bedrohung für die Stabilität der Wirtschaft und den gesellschaftlichen Ausgleich. Unsere Gesellschaft entfernt sich immer stärker vom Ideal der Verteilungsgerechtigkeit.

Günter Grzega, ein anerkannter Finanzexperte und Vorsitzender des Ethikbeirats der Sparda-Bank München erläutert das Wesen des Geldes und der Geldschöpfung und gibt Antworten auf die Fragen: Wie funktioniert der Geldkreislauf der Notenbanken? Welche Rolle spielen Banken und Sparkassen? Welcher Ordnungsrahmen und welche Regulierungen müssten für Kreditinstitute und Finanzmärkte geschaffen werden? Was macht ein gemeinwohlorientiertes Geld- und Finanzsystem aus? Und schließlich ganz aktuell: Wie wird sich die aktuelle Covid-19-Krise auf dieses System auswirken?

Hier gehts direkt zur Anmeldung. (Die Veranstaltung findet webbasiert statt, ist kostenlos zugängig, aber Anmeldung ist nötig!)

Dieser Vortrag ist der erste in der Reihe um ein nachhaltiges und gemeinwohlorientiertes Wirtschafts- und Finanzsystem, die in Kooperation von arbeit plus Salzburg, der Akademie für Gemeinwohl, dem Bildungszentrum St. Virgil und der GWÖ Regionalgruppe Salzburg sowie mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung durchgeführt wird.

Die weiteren Veranstaltungen am 14. Jänner „Die Finanzmärkte und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft“ und am 19. Februar „Espresso Cooperativo – zur Organisation von Genossenschaften“ werden noch gesondert angekündigt. Wir hoffen, diese beiden Veranstaltungen dann im Präsenzmodus im Bildungszentrum St. Virgil abhalten zu können.

Weniger Konsum bringt ein erfüllteres Leben – Herbstreffen von arbeit plus Salzburg ABSAGE/verschoben!

Diese Veranstaltung muss aufgrund der aktuellen Corona-Situation leider verschoben werden. Ein neuer Termin wird hier bekanntgegeben.

Brauche ich wirklich nach zwei Jahren schon wieder ein neues Handy, nur weil es mir mein Dienstleister anbietet, obwohl mein altes noch tadellos funktioniert?
Und muss wirklich ein neuer Bikini her, bloß weil in diesem Sommer Blumenmuster angesagt sind?

Wie schafft es die Werbung, uns ständig neue Dinge einzureden? Und in welchen Bereichen kann jeder und jede einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten und dabei sogar ein erfüllteres Leben gewinnen?
SÖBs leisten dazu schon seit langem einen wichtigen Beitrag, was können wir darüber hinaus tun, um „enkeltauglich“ zu leben?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Herbstreffen von arbeit plus Salzburg am 13.November, mehr dazu hier.

Bild: M.-Grossmann_pixelio.de


Arbeitsmarktpolitik, die niemanden zurücklässt, ist das Gebot der Stunde

arbeit plus – Soziale Unternehmen Salzburg warnt zum „Tag der Arbeitslosen“ am 30. April vor einer massiven Zunahme der Langzeitarbeitslosigkeit

Angesichts der dramatischen Situation am österreichischen Arbeitsmarkt – mehr als 600.000 Menschen (in Salzburg 29.107) sind ohne Arbeit, weitere 1,1 Mio in Kurzarbeit (in Salzburg rund 70.000) – wird so deutlich wie nie zuvor, wie schnell Erwerbsarbeitslosigkeit jede und jeden treffen kann. Die Konsequenzen von Arbeitslosigkeit sind erheblich, vor allem wenn sie lange andauert. Wie wichtig es ist, bezahlte Arbeit zu haben, war seit der Nachkriegszeit nicht mehr so eindrücklich zu spüren wie heute. Noch ist nicht absehbar, wie tief die kommende Rezession aufgrund der Corona Pandemie ausfallen und wie lange sie andauern wird. Klar ist allerdings, dass es zu einem massiven Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit kommen wird.

Besonders betroffen: Ältere Menschen, Geringqualifizierte und prekär Beschäftigte

Besonders betroffen sind jene Menschen, die es bereits vor der Krise auf dem Arbeitsmarkt schwer hatten: Ältere Menschen, Menschen mit niedriger formaler Bildung, prekär Beschäftigte und Geringverdiener*innen. Erste Auswertungen der Universität Wien zeigen, dass vor allem diese Gruppen in der aktuellen Corona-Krise als erste von Kündigungen betroffen sind. Für diese Menschen gilt es gerade jetzt, ausreichend arbeitsmarktpolitische Angebote und Beratungen bereitzustellen, um das Risiko einer lang andauernden Arbeitslosigkeit zu verhindern.

Neue Perspektiven und Beschäftigungsmodelle

„Es braucht jetzt dringend mutige Angebote in der aktiven Arbeitsmarktpolitik und neue Perspektiven für Menschen, die ihren Job verloren haben. Wir dürfen niemanden zurücklassen“, fordert Peter Ruhmannseder, Geschäftsführer von arbeit plus – Soziale Unternehmen Salzburg. Voraussetzung ist ein Arbeitslosengeld, das weniger eine Überbrückungshilfe, sondern vielmehr eine dauerhaft existenzsichernde Leistung ist. „Neben der Existenzsicherung während der Arbeitslosigkeit und der gezielten Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Job durch das AMS sind innovative und dauerhafte Beschäftigungsmodelle in Sozialen Unternehmen und Beratungsangebote notwendig, die auch auf die enormen psychischen Belastungen durch die Krise reagieren“, so Ruhmannseder.

Strukturen finanzieren, Menschen beim Wiedereinstieg unterstützen

Um die Unterstützung für Arbeitssuchende aufrecht zu erhalten und ausbauen zu können, muss die Finanzierung des AMS sowie der Strukturen der Sozialen Unternehmen durch die öffentliche Hand sichergestellt sein. „Die Sozialen Unternehmen sind weiterhin im Einsatz, um Menschen beim Wiedereinstieg zu unterstützen. Wesentlich ist, dass jetzt und in Zukunft nicht bei den Leistungen der aktiven und passiven Arbeitsmarktpolitik gespart wird – denn es wird sie mehr als je zuvor brauchen. Wir können die massiven Herausforderungen am Arbeitsmarkt nur gemeinsam und mit ausreichenden Budgets stemmen“, so Ruhmannseder.

Kurzarbeit

Bis Freitag voriger Woche wurden im Bundesland Salzburg 7.650 Anträge auf Kurzarbeit gestellt. Mit diesen Anträgen werden rund 66.000 Arbeitsplätze gesichert, das ist jeder vierte Arbeitsplatz im Bundesland. „Das AMS vollbringt mit der Bearbeitung dieser Anträge eine schier unglaubliche Leistung und trägt wesentlich dazu bei, dass die Arbeitslosigkeit nicht noch wesentlich höher liegt“, ergänzt Ruhmannseder.

Zahlen und Daten zu Erwerbsarbeitslosigkeit*

  • Im März 2020 waren in Salzburg 29.107 Personen beim AMS als arbeitssuchend gemeldet (österreichweit 504.345), weitere 1.970 Personen (Ö: 58.177) befanden sich in Schulungen. Insgesamt sind derzeit also mehr 30.000 Menschen in Salzburg ohne Arbeit. (Ö: 560.000).
  • Gegenüber März 2019 ist das ein Anstieg von fast 140%, nur in Tirol lag der Wert mit beinahe 200% noch höher (Ö: fast 66%).
  • Jugendliche waren mit einem Anstieg von über 180% in Salzburg besonders stark betroffen.

*Quelle: AMS Österreich