Veranstaltungstipp: Demokratie und Digitalisierung: Chancen und Risiken einer globalen Dynamik

Neben der Finanzwelt – Stichwort Online-Banking oder Hochfrequenzhandel – durchdringt die Digitalisierung immer mehr Bereiche unseres Lebens. E-Commerce und E-Governance werden stetig weiterentwickelt. Nicht zuletzt infolge der Corona-Maßnahmen Lockdown und Home-Office gab es hier einen deutlichen Schub. Doch profitieren hier wirklich alle Menschen in gleichem Maße? Was bedeutet diese Entwicklung für die Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben und für die Demokratie?

Die digitale Transformation unserer Gesellschaft ist in vollem Gange. Immer mehr Lebensbereiche werden von ihr erfasst. Das Smartphone mit seinem enormen Funktionsumfang ist alltagsprägend geworden, der Zugang zum (mobilen) Internet eine Selbstverständlichkeit, die Nutzung von technisch vermittelten Medien und von künstlichen Intelligenzen omnipräsent. Doch was bedeuten diese Entwicklungen für Demokratie und Mitbestimmung? Welche Zugangshürden entstehen dadurch? Und was kann man tun, damit möglichst viele Menschen auch in einer digitalen Welt an der Gesellschaft teilhaben können?

Vortrag und Diskussion mit:

  • Heiko Berner, Kultur- und Erziehungswissenschaftler, Fachbereichsleiter Soziale Arbeit und Innovation an der FH Salzburg
  • Alina Kugler, Mediatorin und Studium Soziale Arbeit, Salzburg

Teilnahmebeitrag: EUR 10,-

Anmeldung bitte per E-Mail an: anmeldung@virgil.at

In Kooperation mit der Akademie für Gemeinwohl und dem Bildungszentrum St. Virgil.

30. April: Tag der Arbeitslosigkeit

Für eine Arbeitsmarktpolitik, die niemanden zurücklässt!

Wir haben in Salzburg zur Zeit eine ausgezeichnete Situation am Arbeitsmarkt: mit etwas mehr als 3% Arbeitslosigkeit kann man von Vollbeschäftigung sprechen! 

Am Tag der Arbeitslosigkeit – einen Tag vor dem „Tag der Arbeit“ hat arbeit plus Salzburg in Kooperation mit  Armutskonferenz, AK, Gewerkschaft, Neustart und  Sozialer Arbeit trotzdem darauf hinweisen, dass sich rund 25% aller von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen seit mehr als einem Jahr in dieser prekären Situation befinden, immer mehr Personen schon seit mehreren Jahren!

Wir fordern daher:

  • eine armutsfeste Absicherung für diese Menschen
  • eine weiterhin aktive Arbeitsmarktpolitik mit Beratung- und Beschäftigungsmöglichkeiten
  • eine längerfristig geförderte Beschäftigung (durchlässiger Stufenplan&Casemanagement)
  • Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen – gratis & flexible Öffnungszeiten
  • Zugang zum Arbeitsmarkt für vertriebene Menschen – denn diese sind oft seit Jahren – statistisch unsichtbar-  arbeitslos
Ansicht der HAI
Bild: arbeit plus Salzburg

Unsere Pressekonferenz in der Halleiner Arbeitsinitiative HAI hatte einige Medienartikel zur Folge, hier eine Auswahl:
Salzburg heute FilmbeitragSalzburg heute StudiogesprächArtikel Salzburger Nachrichten                                

Podiumsdiskussion „Alles Krise?“

Arbeitsmarkt, Soziales und Klima: Welche Modelle brauchen wir für eine innovative und aktive Arbeitsmarktpolitik der Zukunft?

Donnerstag, 5. Mai 2022, 15:00 – 17:00 (Achtung, neue Uhrzeit!)
in Präsenz: Literaturhaus Salzburg
Struberg. 23 / H.C. Artmannplatz
5020 Salzburg

sowie online via Zoom

Programm:

Änderungen vorbehalten

Begrüßung durch Sabine Rehbichler, Geschäftsführerin von arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich

Keynote 1: (via Zoom-Zuschaltung) Lukas Lehner, Ökonom | Oxford University: Potentiale am Arbeitsmarkt angesichts der Pandemie, der Klimakrise und des demographischen Wandels nutzen

Keynote 2: Trude Hausegger | Prospect: Bausteine für einen inklusiven Arbeitsmarkt

Podiumsgespräch mit anschl. Publikumsdiskussion zu aktuellen Herausforderungen und Lösungspotentialen Sozialer Unternehmen – mit BM Martin Kocher | Bundesministerium für Arbeit, Trude Hausegger | Prospect, Manuela Vollmann | arbeit plus, Matthias Neitsch | RepaNet, Moderation: Benedicte Hämmerle | arbeit plus Vorarlberg

Anmeldung:

arbeit plus Mitglieder, die sich bereits via office@arbeitplus.at zur Teilnahme an der unmittelbar zuvor stattfindenden Generalversammlung angemeldet haben, müssen sich hier nicht gesondert anmelden.

Zoom-Teilnehmer*innen wird der Link 24h vor Veranstaltungsbeginn zugesendet. Felder mit einem * sind Pflichtfelder „Alles Krise?“ – Arbeitsmarkt, Soziales und Klima:Welche Modelle brauchen wir für eine innovative und aktive Arbeitsmarktpolitik der Zukunft?

ANMELDUNG

Alles Krise? – arbeit plus Expert*innengespräch mit Bundesminister Kocher  

zu aktuellen Herausforderungen und Lösungspotentialen Sozialer Unternehmen – mit BM Martin Kocher | Bundesministerium für Arbeit, Trude Hausegger | Prospect, Manuela Vollmann | arbeit plus, Matthias Neitsch | RepaNet, Moderation: Benedicte Hämmerle | arbeit plus Vorarlberg

Aktuell sind 261.917 Menschen erwerbsarbeitslos, davon 100.500 langzeitbeschäftigungslos, also länger als ein Jahr ohne Arbeit. Das bedeutet, dass zwar die Zahl der Arbeitslosen insgesamt unter dem vor COVID Niveau ist, die Zahl der Menschen die lange ohne Job sind jedoch noch nicht.  Ihr Anteil an allen Arbeitslosen steigt zudem stetig und hat sich seit 2008 sogar verdreifacht.

Der Weg zurück in die Arbeit ist nach einem längeren Ausfall oft schwierig. Der Arbeitsmarkt bietet wenig Möglichkeiten im Übergang zu einem Vollzeitjob an. Gesundheitliche Einschränkungen, Alter oder auch fehlende Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung werden oft zur dauerhaften Barriere. Das bestätigt die Datenlage ebenso wie die langjährige Erfahrung von über 200 Sozialen Unternehmen im Netzwerk von arbeit plus, deren Ziel es ist Menschen die lange ohne Job waren, beim beruflichen (Wieder)einstieg zu unterstützen. Um diesen Trends zukünftig entgegenzuwirken sind neue Lösungen in der Arbeitsmarktpolitik und für Soziale Unternehmen notwendig.

Drehtüreffekt zwischen den Institutionen

„Für einen inklusiven Arbeitsmarkt braucht es ein zielgruppenorientiertes Vorgehen, damit Menschen nach schwierigen Phasen aufgefangen werden. Individualisierte Programme sind zwar teurer als alles was schnell geht, langfristig aber unabdingbar. Außerdem müssen die einzelnen Institutionen besser zusammenarbeiten, daran führt kein Weg vorbei. Zusätzlich würde ich Lösungen zwischen Voll- und Teilerwerbsfähigkeit und Stufenmodelle zur Arbeitsintegration unterstützen,“ so Trude Hausegger, Geschäftsführerin von Prospect.

Fokus auf Kreislaufwirtschaft

„Soziale Unternehmen haben schon immer einen sozialen und ökologischen Anspruch erfüllt. Damit hat sich ein hoher Grad an Professionalität in Österreich entwickelt. Die Sozialen Unternehmen sind in Reuse und Reparatur europaweit Vorreiter. Wir brauchen jetzt stabile Partnerschaften und ein drittes Standbein außerhalb der Förderlogik des AMS und dem Anteil der Eigenerwirtschaftung, damit verlässliche Kooperationen eingegangen werden können,“ fügt Matthias Neitsch, Gründer und Geschäftsführer des Vereins RepaNet hinzu.

Lebensphasenorientiert Arbeiten und Lernen

„Wir stehen vor enormen Herausforderungen und einem Strukturwandel, der auch Chancen in neuen Branchen und Bereichen bringt. Hier muss die Arbeitsmarktpolitik reagieren: geförderte Programme die innovative Beschäftigung und Qualifizierung verbinden im Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich und im Gesundheits- und Pflegebereich sind zukünftig gefragt.  Das hilft der Wirtschaft und den Menschen“, sagt Manuela Vollmann, Vorstandsvorsitzende von arbeit plus Österreich.

„Außerdem braucht es flexiblere Modelle, die die auf die Lebensphasen der Menschen eingehen. Flächendeckende Kinderbetreuung ist für die Vereinbarkeit von Elternschaft und Arbeit ein wesentlicher Baustein. Angebote wie der Papamonat haben bislang nur kosmetische Auswirkungen. Was in Österreich funktioniert, um nachhaltig Gleichstellung am Arbeitsmarkt zu erreichen, müsste noch besser beforscht werden,“ ergänzt Lukas Lehner von der Universität Oxford.

Zusammenarbeit, individuelle Programme und soziale Vergabe

„Das große Ziel ist es, die Langzeit-Beschäftigungslosigkeit zu senken. Es gibt eine Gruppe von Menschen, die am ersten Arbeitsmarkt derzeit keine Chance haben. Wir sehen klar, dass viele Menschen gesundheitliche, psychische oder sonstige Einschränkungen zu haben und auch in einem Jahr nicht voll arbeiten können. Für diese gilt es, ein Ökosystem aus Kombilöhnen, passenden Maßnahmen und sonstigen Unterstützungen gemeinsam mit anderen zu schaffen. Als Arbeitsminister möchte ich lieber, dass Menschen zehn Stunden als gar nicht arbeiten,“ sagt Martin Kocher, Bundesminster für Arbeit.

Soziale Unternehmen sind auf die Zielgruppe dieser Menschen spezialisiert. Um diese Programme zu finanzieren, braucht es ausreichend Mittel. Ein wesentlicher Hebel ist hier die soziale Vergabe, dh. wenn in öffentlichen Ausschreibungen die sozialen Kriterien von Unternehmen beachtet bzw. direkt an Soziale Unternehmen vergeben wird.

„Aktive Arbeitsmarktpolitik zahlt sich aus – das ist sozial, aber auch ökonomisch klug“, damit schließt Sabine Rehbichler, Geschäftsführerin von arbeit plus Österreich, den Nachmittag ab und fasst vier Punkte für die Zukunft eines Arbeitsmarktes für alle zusammen:

  1. Arbeitsmarktpolitik kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie noch stärker mit anderen Ressorts und Institutionen an Lösungen arbeitet: mit Bildung, mit Blick auf soziale und ökologische Ziele, wie flächendeckender und hochwertiger Kinderbetreuung, wie professioneller Pflege, wie Kreislaufwirtschaft. Das ist innovativ, kann gesellschaftliche Bedürfnisse decken und wirtschaftliche Entwicklung fördern.
  2. Soziale Unternehmen sind weltweit, aber auch in Österreich seit vielen Jahren Vorreiter*innen und können immense Erfahrung in die Gestaltung von Arbeitsmarktpolitik einbringen- Sie sind in einem breiten Spektrum von Sektoren tätig – von regionaler Entwicklung bis Klimaschutz, von Pflege bis zu sozialem Wohnungsbau – und vor allem sie wissen was es braucht um arbeitsmarktferne Gruppen zu reintegrieren.
  3. Es braucht individuelle, flexible und durchlässige Programme für Langzeitbeschäftigungslose Menschen, für die der erste Arbeitsmarkt mit seinen Anforderungen aktuell nichts zu bieten hat.
  4. Um ihr Potenzial voll ausschöpfen zu können benötigen Soziale Unternehmen selbst bessere Rahmenbedingungen, die ihnen ermöglicht ihr Potenzial voll auszuspielen. Stichwort, längere Verträge, flexiblere Modelle.

ONLINE Veranstaltungstipp: Mit Nachhaltigkeit und Gemeinwohl aus der Krise

Am Do, 31. 03. 2022, 19:00 sprechen Caroline Krecké und Christine Miedl über die Ansätze der SDGs und der Gemeinwohlökonomie als mögliche Antowort auf die immensen Herausforderungen, die aktuell durch die Krise an unsere Gesellschaft gestellt werden. Die Veranstaltung wird aufgrund der aktuellen Situation ONLINE abgehalten.

Bild: CC0 Creative Commons

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „Gemeinsam fürs Gemeinwohl: mit Beteiligung und mehr Demokratie aus der Krise„.

Die aktuelle Krise rund um Covid-19 stellt unsere Gesellschaft vor immense Herausforderungen. Insbesondere Langzeitarbeitslosigkeit ist ein andauerndes Problem, die wirtschaftliche Lage ist nach wie vor ungewiss, und generell sind viele Menschen in ihrem physischen, psychischen und sozialen Wohlergehen gefährdet. Doch wie lässt sich dieser Zustand überwinden und wie sieht eine gute gesellschaftliche Zukunft aus? Sowohl die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) als auch die Gemeinwohlökonomie können hier Orientierung geben. Bei dieser Veranstaltung werden beide Ansätze vorgestellt und in Hinblick auf die aktuelle Krise thematisiert.

Vortragende:

Caroline Krecké, Beauftragte für Nachhaltigkeit & Kommunikation beim Ökobüro, Mitarbeit bei SDG Watch Austria, Wien

Christine Miedl, Direktorin Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeitsmanagement der SPARDA-Bank München

Die Teilnahme ist kostenlos mit diesem Link möglich!

(Meeting ID: 862 7105 1909)

In Kooperation mit der Akademie für Gemeinwohl und dem Bildungshaus St. Virgil.
Gefördert aus Mitteln der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.

Veranstaltungstipp: Mehr Demokratie auf Kommunalebene

Do, 24. 02. 2022, 19:00

Online

Vortragende:

  • Annemarie Felder, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin, Prozessberaterin für Gemeinde- und Regionalentwicklung, Erwachsenenbildnerin, Bregenz
  • Josef Pürmayr, Geschäftsführer der Sozialplattform OÖ, Linz

Weitere Infos hier

arbeit plus Mitarbeiter*innentagung 2022: Gärtner*innen im Garten der Resilienz

Do, 3. und Fr, 4. März 2022
Parkhotel Brunauer, Salzburg

In der diesjährigen arbeit plus Tagung, die sich an Fachschlüsselkräfte, Beraterinnen, Personalentwicklerinnen, Projektleitungen und Geschäftsführungen Sozialer Unternehmen richtet, wollen wir uns dem – partizipativ ausgewählten – Thema Arbeit mit Menschen mit gesundheitlichen/psychischen Einschränkungen widmen und uns durch professionelle Inputs und Austausch mit Kolleg*innen intensiv mit den einhergehenden Herausforderungen aber auch good practices befassen.

Programm

(Änderungen vorbehalten, Stand 1.2.22)

Do, 3. März 2022

12:00 Ankommen und gemeinsames Mittagessen

13:00 Begrüßung durch arbeit plus Geschäftsführerin Sabine Rehbichler und
arbeit plus Vorstandsvorsitzende Manuela Vollmann

13:30 Spots in Movement

13:45 Keynote 1: Reinhold Fartacek – Psychische Erkrankungen nehmen stark zu. Ja wirklich? (Arbeitstitel)

14:30 Keynote 2: Luise Ogrisek – Humus für die Seele – Wege zu einem gestärkten Selbst

15:30 Pause

15:45 Workshops

17:00 Plenum

18:00 gemeinsames Abendessen und Konzert

Fr, 4. März 2022

9:00 Im Garten der Stärken und Widerstände – Ein Soziodramatisches Rollenspiel

11:00 Fishbowl

11:45 Abschluss

12:00 gemeinsames Mittagessen

Anmeldung

bis spätestens 24.2.2022 hier
es gilt die 2G Covid-Regelung, wir ersuchen allerdings zu unser aller Sicherheit um PCR Testung vorab.

Kosten

der Tagungsteilnahme (3. und 4. März 2022):

€ 200,- für arbeit plus Mitglieder

€250,- für Nicht-Mitglieder

15 Punkte für eine erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik und eine Auszeichnung

Am 24.11.21 war arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich mit anderen österreichischen Organisationen der Zivilgesellschaft bei Martin Kocher, Bundesminister für Arbeit, zum Reformdialog zur Arbeitslosenversicherung Neu geladen.