Das Geldsystem (um)gestalten!

Vortrag und Diskussion mit Günter Grzega

Wie das Geldsystem in unserer Wirtschaft funktioniert und welche Regeln die Finanzindustrie benötigt.

Die Finanzmärkte sind aufgrund unzureichender Regulierung und zahnloser Sanktionen nach wie vor eine Bedrohung für die Stabilität der Wirtschaft und den gesellschaftlichen Ausgleich. Unsere Gesellschaft entfernt sich immer stärker vom Ideal der Verteilungsgerechtigkeit.

Günter Grzega, ein anerkannter Finanzexperte und Vorsitzender des Ethikbeirats der Sparda-Bank München erläutert das Wesen des Geldes und der Geldschöpfung und gibt Antworten auf die Fragen: Wie funktioniert der Geldkreislauf der Notenbanken? Welche Rolle spielen Banken und Sparkassen? Welcher Ordnungsrahmen und welche Regulierungen müssten für Kreditinstitute und Finanzmärkte geschaffen werden? Was macht ein gemeinwohlorientiertes Geld- und Finanzsystem aus? Und schließlich ganz aktuell: Wie wird sich die aktuelle Covid-19-Krise auf dieses System auswirken?

Hier gehts direkt zur Anmeldung. (Die Veranstaltung findet webbasiert statt, ist kostenlos zugängig, aber Anmeldung ist nötig!)

Dieser Vortrag ist der erste in der Reihe um ein nachhaltiges und gemeinwohlorientiertes Wirtschafts- und Finanzsystem, die in Kooperation von arbeit plus Salzburg, der Akademie für Gemeinwohl, dem Bildungszentrum St. Virgil und der GWÖ Regionalgruppe Salzburg sowie mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung durchgeführt wird.

Die weiteren Veranstaltungen am 14. Jänner „Die Finanzmärkte und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft“ und am 19. Februar „Espresso Cooperativo – zur Organisation von Genossenschaften“ werden noch gesondert angekündigt. Wir hoffen, diese beiden Veranstaltungen dann im Präsenzmodus im Bildungszentrum St. Virgil abhalten zu können.

Weniger Konsum bringt ein erfüllteres Leben – Herbstreffen von arbeit plus Salzburg ABSAGE/verschoben!

Diese Veranstaltung muss aufgrund der aktuellen Corona-Situation leider verschoben werden. Ein neuer Termin wird hier bekanntgegeben.

Brauche ich wirklich nach zwei Jahren schon wieder ein neues Handy, nur weil es mir mein Dienstleister anbietet, obwohl mein altes noch tadellos funktioniert?
Und muss wirklich ein neuer Bikini her, bloß weil in diesem Sommer Blumenmuster angesagt sind?

Wie schafft es die Werbung, uns ständig neue Dinge einzureden? Und in welchen Bereichen kann jeder und jede einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten und dabei sogar ein erfüllteres Leben gewinnen?
SÖBs leisten dazu schon seit langem einen wichtigen Beitrag, was können wir darüber hinaus tun, um „enkeltauglich“ zu leben?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Herbstreffen von arbeit plus Salzburg am 13.November, mehr dazu hier.

Bild: M.-Grossmann_pixelio.de


Arbeitsmarktpolitik, die niemanden zurücklässt, ist das Gebot der Stunde

arbeit plus – Soziale Unternehmen Salzburg warnt zum „Tag der Arbeitslosen“ am 30. April vor einer massiven Zunahme der Langzeitarbeitslosigkeit

Angesichts der dramatischen Situation am österreichischen Arbeitsmarkt – mehr als 600.000 Menschen (in Salzburg 29.107) sind ohne Arbeit, weitere 1,1 Mio in Kurzarbeit (in Salzburg rund 70.000) – wird so deutlich wie nie zuvor, wie schnell Erwerbsarbeitslosigkeit jede und jeden treffen kann. Die Konsequenzen von Arbeitslosigkeit sind erheblich, vor allem wenn sie lange andauert. Wie wichtig es ist, bezahlte Arbeit zu haben, war seit der Nachkriegszeit nicht mehr so eindrücklich zu spüren wie heute. Noch ist nicht absehbar, wie tief die kommende Rezession aufgrund der Corona Pandemie ausfallen und wie lange sie andauern wird. Klar ist allerdings, dass es zu einem massiven Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit kommen wird.

Besonders betroffen: Ältere Menschen, Geringqualifizierte und prekär Beschäftigte

Besonders betroffen sind jene Menschen, die es bereits vor der Krise auf dem Arbeitsmarkt schwer hatten: Ältere Menschen, Menschen mit niedriger formaler Bildung, prekär Beschäftigte und Geringverdiener*innen. Erste Auswertungen der Universität Wien zeigen, dass vor allem diese Gruppen in der aktuellen Corona-Krise als erste von Kündigungen betroffen sind. Für diese Menschen gilt es gerade jetzt, ausreichend arbeitsmarktpolitische Angebote und Beratungen bereitzustellen, um das Risiko einer lang andauernden Arbeitslosigkeit zu verhindern.

Neue Perspektiven und Beschäftigungsmodelle

„Es braucht jetzt dringend mutige Angebote in der aktiven Arbeitsmarktpolitik und neue Perspektiven für Menschen, die ihren Job verloren haben. Wir dürfen niemanden zurücklassen“, fordert Peter Ruhmannseder, Geschäftsführer von arbeit plus – Soziale Unternehmen Salzburg. Voraussetzung ist ein Arbeitslosengeld, das weniger eine Überbrückungshilfe, sondern vielmehr eine dauerhaft existenzsichernde Leistung ist. „Neben der Existenzsicherung während der Arbeitslosigkeit und der gezielten Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Job durch das AMS sind innovative und dauerhafte Beschäftigungsmodelle in Sozialen Unternehmen und Beratungsangebote notwendig, die auch auf die enormen psychischen Belastungen durch die Krise reagieren“, so Ruhmannseder.

Strukturen finanzieren, Menschen beim Wiedereinstieg unterstützen

Um die Unterstützung für Arbeitssuchende aufrecht zu erhalten und ausbauen zu können, muss die Finanzierung des AMS sowie der Strukturen der Sozialen Unternehmen durch die öffentliche Hand sichergestellt sein. „Die Sozialen Unternehmen sind weiterhin im Einsatz, um Menschen beim Wiedereinstieg zu unterstützen. Wesentlich ist, dass jetzt und in Zukunft nicht bei den Leistungen der aktiven und passiven Arbeitsmarktpolitik gespart wird – denn es wird sie mehr als je zuvor brauchen. Wir können die massiven Herausforderungen am Arbeitsmarkt nur gemeinsam und mit ausreichenden Budgets stemmen“, so Ruhmannseder.

Kurzarbeit

Bis Freitag voriger Woche wurden im Bundesland Salzburg 7.650 Anträge auf Kurzarbeit gestellt. Mit diesen Anträgen werden rund 66.000 Arbeitsplätze gesichert, das ist jeder vierte Arbeitsplatz im Bundesland. „Das AMS vollbringt mit der Bearbeitung dieser Anträge eine schier unglaubliche Leistung und trägt wesentlich dazu bei, dass die Arbeitslosigkeit nicht noch wesentlich höher liegt“, ergänzt Ruhmannseder.

Zahlen und Daten zu Erwerbsarbeitslosigkeit*

  • Im März 2020 waren in Salzburg 29.107 Personen beim AMS als arbeitssuchend gemeldet (österreichweit 504.345), weitere 1.970 Personen (Ö: 58.177) befanden sich in Schulungen. Insgesamt sind derzeit also mehr 30.000 Menschen in Salzburg ohne Arbeit. (Ö: 560.000).
  • Gegenüber März 2019 ist das ein Anstieg von fast 140%, nur in Tirol lag der Wert mit beinahe 200% noch höher (Ö: fast 66%).
  • Jugendliche waren mit einem Anstieg von über 180% in Salzburg besonders stark betroffen.

*Quelle: AMS Österreich

JA sagen zu Menschen, die zu oft NEIN gehört haben.

Heute wurde die Evaluation der Aktion 20.000 durch das Sozialministerium veröffentlicht. Damit findet ein mutiger Schritt in der österreichischen Arbeitsmarktpolitik vorerst seinen Abschluss. Die Ergebnisse sind vielfältig: Sie zeigen ungenutzte Potentiale und notwendige Anpassungen auf, die auch aufgrund des plötzlichen Stopps durch die ehemalige Sozialministerin Hartinger-Klein, im Rahmen der Pilotphase nicht mehr umgesetzt werden konnten. Insgesamt wären fast 75.000 Menschen in die Förderkriterien der Aktion 20.000 gefallen. Mit unter 4.000 Teilnehmenden wurde das Potential also nur zu 5 Prozent ausgeschöpft.

Die Ergebnisse der Evaluation weisen deutlich auf die große arbeitsmarktpolitische und persönliche Bedeutung hin, die die Aktion 20.000 als Instrument für ehemals langzeitarbeitslose, ältere Menschen hatte. Mehr als 90 Prozent der Teilnehmenden stimmten der Aussage „Ich war begeistert, wieder arbeiten zu können“ zu. Die größte Wirkung ergab sich für die Menschen in Hinblick auf berufliche Weiterbildung sowie Unterstützung und Empowerment. Über ein Drittel (31,7 Prozent) fand auch über die Aktion 20.000 hinaus eine Anstellung. „Die Aktion 20.000 hat „Ja“ gesagt zu Menschen, die schon viel zu oft ein „Nein“ gehört haben. Neben existenzsichernder Beschäftigung durch kollektivvertraglich bezahlte Jobs, erhielten sie Unterstützung und Weiterbildung. Sie konnten soziale und berufliche Kontakte knüpfen, ihre Kompetenzen unter Beweis stellen und es eröffneten sich so neue berufliche und persönliche Perspektiven.

Auch mit dem offiziellen Ende der Aktion 20.000 bleibt die Tatsache allerdings bestehen, dass am heimischen Arbeitsmarkt vielfach allein das Geburtsdatum zum Ausschlussgrund wird: Etwa 40 Prozent aller Menschen über 50 Jahre, die arbeitslos gemeldet sind, sind langzeitbeschäftigungslos, also seit über einem Jahr auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Es ist zu erwarten, dass sich diese Situation im kommenden Jahr aufgrund der schlechteren Konjunkturlage verschärfen wird.

Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass es auch weiterhin engagierte und neue Projekte braucht, um dieser Zielgruppe entsprechende Chancen und Möglichkeiten zu geben.

Weitere Info: : https://www.sozialministerium.at/Services/Studien.html?fbclid=IwAR2g6npmiEaFskWWA_XOtFPjYHkqFOG8WN_c9n8AjagXHwhQxyegQGEyExw

Die gesamte Prospect Studie hier: www.prospectgmbh.at/evaluation-aktion-20-000

Und auf youtube gibts auch Filme: https://www.youtube.com/watch?v=lQy3crTwLKE

„In der HAI fühle ich mich zum ersten Mal voll akzeptiert und aufgenommenen – ich bin so dankbar für diese Chance!“

Eröffnung des neuen Firmensitzes der Halleiner Arbeitsinitiave HAI

Mit einer Feier wurde der neue HAI Standort am 15.10.2019 eröffnet. Zahlreiche Gäste bewunderten die neuen Räumlichkeiten an der Salchachtal Bundestraße 45 in Hallein, unter Ihnen Landesrat Heinrich Schellhorn, AMS Chefin Jaqueline Beyer sowie der Bürgermeister der Stadt Hallein, Alexander Stangassinger die in ihren Begrüßungsworten auf die Wichtigekeit des Sozialökonomischen Betriebs hinwiesen.

Geschäftsführerin Michaela Gadermayr berichtete vom teils aufregenden Umzug und dem Umbau, Mitarbeiter_innen erklärten im Interview mit Petra Fichtenbauer und Robert Zoister, welche Vorteile es ihnen bereits gebracht hat oder ihnen laufend bringt:

„Ich bin viel selbstbewusster geworden und gehe offener in die Welt.“
„Vor dem HAI habe ich viele Bewerbungen geschrieben, hier habe ich eine Chance bekommen!“
„In der HAI fühle ich mich zum ersten Mal voll akzeptiert und aufgenommenen – ich bin so dankbar für diese Chance!“

Ein rundum gelungenes Fest, herzliche Gratulation und alles Gute am neuen Standort!

Die Halleiner Arbeitsinitiative HAI an neuem Standort

Die Halleiner Arbeitsinitiative HAI GmbH, ist ab sofort am neuen Standort im Werk Hallein in der Salzachtalstraße 45 in Hallein zu finden. Am Montag, den 1. Juli 2019 wurde der Secondhand Shop NEU eröffnet. Das fair-kauf Team freut sich auf Ihr/Euer Kommen!

Der neue HAI – Shop wirkt sehr einladend und ist barrierefrei zugänglich!

Der Hauptzweck der gemeinnützigen Einrichtung liegt im „Fitmachen“ von arbeitsuchenden Menschen für einen Neu- oder Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Dazu bietet die HAI befristete Arbeitsplätze in einem wirtschaftsnahen Betrieb bei gleichzeitiger individueller
Begleitung für die gesamte Dauer durch eine/n PersonalentwicklerIn.
Durch die Kombination von Arbeitsverhältnis, sozialpädagogischer Beratung und Qualifizierungen kann die persönliche Entwicklung der MitarbeiterInnen in Richtung Arbeitsmarktintegration besonders intensiv gefördert werden.

Hier gelangen Sie zur Homepage von HAI.

PAP sucht neue Geschäftsführung

Ab September 2019 gelangt die Position der GESCHÄFTSFÜHRUNG zur Ausschreibung.
PAP unterstützt und begleitet arbeitsuchende Frauen und Männer, die aktiv an der Verbesserung ihrer persönlichen Lage arbeiten möchten. Der sozial-ökonomische Betrieb bietet 25 zeitlich befristete Arbeitsplätze.

PAP Zentrale und Laden in Scharzach

Der Aufgabenbereich:
• Operative Leitung und Verantwortung der wirtschaftlichen und personellen Bereiche
• MitarbeiterInnen- u. Teamführung
• Kontakt zu unseren FörderpartnerInnen und Gemeinden
• Organisationsentwicklung
• Öffentlichkeitsarbeit
Das Profil:
• Abgeschlossene Ausbildung auf Matura- oder Hochschulniveau
• Soziale und kommunikative Fähigkeiten
• Betriebswirtschaftliche Kenntnisse
• Verständnis für arbeitsmarktpolitische Zusammenhänge
• Hohes Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungsfähigkeit und Entscheidungskompetenz
• Ethisch-moralische Eignung
• IT-sicherer Umgang

Geboten wird:
• Eine fordernde Führungsaufgabe im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Erfolg und Begleitung von Menschen in speziellen Lebenssituationen
• Die Zusammenarbeit mit einem engagierten Team
• Vergütung nach dem SWÖ-KV Stufe 9
• Umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten
• Supervision

Bewerbungen

bitte bis spätestens 14. Juni 2019 ausschließlich schriftlich an PAP z.H. Frau GF Silvia Geistlinger, Kraftwerkstraße 10, 5620 Schwarzach