Bundeskanzler Kern hat einen Plan A vorgeschlagen. Was bedeutet dies für die Arbeitsmarktpolitik?

Mit dem Plan A hat Bundeskanzler Christian Kern ein umfangreiches Arbeitspaket vorgelegt. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit steht dabei an vorderster Stelle. Nach vielen Jahren soll das Ziel der Vollbeschäftigung wieder ins Zentrum des politischen Handelns gerückt werden. Was bedeutet dies konkret für die Arbeitsmarktpolitik?

Hier bekommen Sie einen Überblick und Stellungnahmen von arbeit plus!

Arbeitsmarktexpertin Judith Pühringer: „Arbeit mit Perspektiven statt Ein-Euro-Jobs“

Anlässlich der im November 2016 zwar zum ersten Mal seit 2011 leicht zurückgegangenen, aber mit 355.669 Menschen weiterhin hohen Arbeitslosenzahlen in Österreich warnt arbeit plus-Geschäftsführerin Judith Pühringer eindringlich davor, Menschen, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind, durch verpflichtende, gemeinnützige Arbeit in die berufliche Sackgasse zu drängen: „Egal, welches Namensetikett man auf die neuen Modelle klebt: Dahinter verbergen sich Ein-Euro-Jobs, die die Betroffenen nur stärker ins Abseits drängen“.

Gesellschaftliche Teilhabe durch existenzsichernde Beschäftigung

„Um Menschen Zukunftsperspektiven zu bieten und eine echte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, braucht es unter anderem eine existenzsichernde Beschäftigung“, ist die Arbeitsmarktexpertin überzeugt: „Wir dürfen uns nicht von diesem Ziel verabschieden. Als Staat nicht und als Gesellschaft nicht“, ist Pühringer überzeugt. Maßgeschneiderte, nachhaltig wirkende arbeitsmarktpolitische Angebote, etwa kollektivvertraglich bezahlte, befristete Arbeitsplätze in Sozialen Unternehmen oder passende Schulungsmaßnahmen, können für die rund 120.000 langzeitbeschäftigungslosen Menschen den Weg (zurück) ins Erwerbsleben ebnen.

„Ein-Euro-Jobs öffnen Tür und Tor für eine Abwärtsspirale wie bei Hartz IV. Wir können uns bei unseren deutschen Nachbarn anschauen, wohin das führt: Nämlich in Armut und ein Endlos-Hamsterrad ohne Perspektiven“, so Pühringer weiter. In Deutschland arbeiten mittlerweile 22% der Beschäftigten nur mehr für einen Niedriglohn. In Österreich sind es inklusive Saisonjobs rund 15 Prozent. „Von einem fairen Sozialsystem mit echten arbeitsmarktintegrativen Angeboten profitieren hingegen alle Teile der Gesellschaft“, ist die arbeit plus-Geschäftsführerin überzeugt: „Genau deshalb lohnt es sich dafür zu kämpfen.“

arbeit plus ist das österreichweite Netzwerk von 200 gemeinnützigen Sozialen Unternehmen, die durch Bildung, Beschäftigung und Qualifizierung arbeitsmarktferne Personen bei ihrem (Wieder-) Einstieg in das Erwerbsleben unterstützen.

PongauerArbeitsProjekt bietet Chancen

pap_rtsWo nicht nur Sachen eine 2.Chance bekommen:
ein aktueller Beitrag über das PongauerArbeitsProjekt PAP auf RTS (Regional TV Salzburg) hier zu sehen.

HAI auf Ö1

Die Halleiner Arbeitsinitiative HAI im Kampf gegen Arbeitslosigkeit: Ein Ö1 Beitrag in der Reihe Moment Leben – heute.

Gestaltung: Ernst Weber. Randnotizen: Lothar Bodingbauer. Moderation und Redaktion: Marie-Claire Messinger

Beitrag leider nicht mehr im Netz verfügbar.

Informationen für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte

Leben und Arbeiten in Österreich

Die Broschüre „Leben und Arbeiten in Österreich“ bietet:

  • Informationen zur Wohnungssuche
  • praktische Hinweise zur Schul-, Lehrplatz- oder Deutschkurssuche
  • einen Überblick über das österreichische Bildungs- und Ausbildungssystem
  • zahlreiche konkrete Anlaufstellen und Unterstützungsangebote in Österreich, die z.B. bei der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse oder bei rechtlichen Fragen helfen können. .
  • alle Informationen in Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi

Leben und Arbeiten in Österreich – Informationen für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte zum Download (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Farsi)

25 Jahre NS-Euthanasie-Mahnmahl

Walter Reschreiter war maßgeblich an der Errichtung dieses Mahnmahls beteiligt. Hier sein Einladungstext:

Anfang November 1991 wurde im Kurpark neben dem Schloss Mirabell das „NS-Euthanasie-Mahnmal“ enthüllt. Ich war damals einer der Initiatoren vom Arbeitskreis Psychiatrie. Nach einer langwierigen Standortsuche entschied sich eine prominent besetzte Jury aus über hundert Einreichungen für den Entwurf des Linzer Künstlers Otto Saxinger: Eine Stele aus Glas aufgesetzt auf einen schwarzen Granitsockel, über die Jahreszahlen 1941 und 1991 hinaus mit Asche gefüllt. Das Mahnmal erinnert seither an die über 400 Opfer der Mordaktion „T4“ im Land Salzburg.

2014 wurde die Glaskonstruktion durch rechtsradikalen Vandalismus komplett zerstört. Beim Wiederaufbau versah die Stadt Salzburg das Mahnmal mit einem Granitfundament, in das die Namen der Opfer eingraviert wurden.

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15 Jahre Secondhand-Shop

Der Secondhand-Shop des Tao & Modecircel feiert sein 15-jähriges Bestehen. Dazu gibt es jede Menge Aktionen vom 3. bis 12. November.

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